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Mein erstes Online-Date in Thailand
 | | Ob auf gaydar oder gayromeo - ein Date ist in Thailand schnell ausgemacht | Zwischen Angst und Geilheit: Mit dem Billigflieger zur schwulen Chat-Bekanntschaft nach Krabi.
Von Georg
An diesem Abend wollte ich in Bangkok nicht mehr großartig raus. Aber noch ein bisschen Chatten vielleicht. Also bin ich rein ins Internet-Cafe. Es dauerte nicht lange, da hatte ich einen netten Schnucki aus Krabi an der Reihe. Er stehe auf Farangs. In der Nebensaison sei im Süden nix los und er langweile sich. Ob ich nicht Lust hätte, mit ihm dort ein bisschen rumzudüsen. Er heiße Chen, hätte ein Auto und könne mir alles zeigen. Als Gegenleistung würde er gerne ein bisschen Spaß haben.
Seine Fotos im Profil versprachen eine vergnügliche Abzahlung meiner Schuld. Also machten wir für zwei Tage später das Date aus. Bangkok und Krabi sind etwa 900 Kilometer von einander entfernt, doch das ist mit den thailändischen Billigflieger für fast 40 Euro mit Rückflug hinzukriegen. Und trotzdem: Immerhin mein erstes Date, zu dem ich mit dem Flugzeug fliege. Es klang verlockend... Ob da wohl ein Haken dran ist? Und wenn schon... Dann toure ich dann da halt allein herum: Zur James-Bond-Insel, auf den Phi Phi Inseln baden und zum Nightlife nach Phuket.
Im Hotel erzählte ich meinen Kumpel Frank über mein bevorstehendes Date. Er beglückwünschte mich zu meiner bevorstehenden Reise. Wir sprachen über Chen, was für Absichten er wohl wirklich habe. Frank meinte, mit ein bisschen Vorsicht könne da nicht viel passieren.
Am Donnerstag war es dann so weit. Die Maschine war alt und an einigen Stellen war der Lack ab. Ich war froh als wir in Krabi gelandet sind. In der Empfangshalle fand ich nach einigen Suchen Chen. Er sah ein wenig älter aus als in seinem Profil. Wir fuhren in seinem neuen Jeep in die Stadt. Unterwegs erzählte er mir, er habe mehrere Geschäfte und müsste morgen Vormittag noch sein Grundstück umschreiben lassen. Zu meiner Überraschung fuhren wir nicht zu ihm, sondern in ein Hotel. Dort schien man ihn bereits zu kennen. Ich checkte ein und bezahlte 500 Baht.
 | | Krabi - auch ohne Date traumhaft | Angst stieg in mir hoch. Er konnte mir während ich schlief alles stehlen und sich aus dem Staub machen. Weder kannte ich seinen richtigen Namen noch wusste ich, ob er überhaupt aus Krabi war. Die Vorstellung, ohne Geld und Pass in Südthailand gestrandet zu sein, versetzte mich in Panik. Ich steckte meine Wertsachen in die Hosentasche, nahm alles mit ins Bad und duschte. Ich kam nur im Handtuch bekleidet in Zimmer. Er lag auf dem Bett. Nach einiger Zeit fragte er, ob mein Schwanz wirklich so sei, wie in meinem Profil steht. Dann wollte er ihn sehen. Ich schob mein Handtuch zur Seite und er spielte daran, bis er hart wurde. Er blies ihn gut und wichste sich dabei einen. Chen hatte einen kleinen, aber stahlharten Knochen. Ich fragte, ob ich ihn ficken dürfe. Es klappte beim ersten Versuch nicht richtig. Schließlich konnte er meinen Schwanz ganz aufnehmen. Es war geil, wir kamen schnell und gleichzeitig.
Nach der Geilheit war meine Angst und Mistrauen wieder da. Allerdings wollte ich Chen nicht damit konfrontieren. Schließlich wären falsche Anschuldigungen kein guter Start für unseren Trip. Ich musste Zeit gewinnen und schlug vor, was essen zu gehen. Es war eine schäbige Straßenküche. Ich aß nichts. Vorsichtig machte ich ihm klar, dass ich nicht so viel Geld hätte und dass wir die Hotelkosten teilen müssten. Dies sei alles kein Problem. Er habe genug Geld, wenn er seine "Grundstücksangelegenheiten" erledigt hätte. Ich versuchte, Enttäuschung oder Verärgerung aus seinem Gesicht zu lesen, kam aber zu keinem Schluss.
Ich war sehr beunruhigt, weil Frank telefonisch nicht erreichen konnte, bekam ihn aber nach einigen Umwegen an die Strippe. Wir verabredeten uns zum Chat. Ich war glücklich, in dieser schwierigen Situation Kontakt mit meinem Kumpel zu haben. Er riet mir zur Vorsicht. Chen chattete am Nachbar-Computer. Ich nutzte die Chance mich abzuseilen. Er war mitten im Chat und sagte er komme nach.
Zuerst flitzte ich zu seinem Jeep um die Autonummer zu notieren. Dann schloss ich meine Wertsachen im Schießfach bei der Rezeption ein. Super! Chen wusste nicht, wo sie waren und würde, wenn doch, auch nicht drankommen. Dann eilte ich aufs Zimmer, öffnete seine Tasche und wurde sofort fündig. Als ich mir seine Daten aus dem Pass abgeschrieben hatte, fühlte ich bedeutend besser. Allerdings hatte er sich im Chat um drei Jahre jünger gemacht. Er ist in Wirklichkeit 29.
Einige Zeit später kam Chen und ich beschloss ihn, noch mal zu vernaschen. Was sollen wir auch anderes machen. Wir trieben es wie beim ersten Mal, nur schienen wir diesmal schneller fertig zu sein. Danach erzählte er mir, sein größter Wunsch sei es in Deutschland Urlaub zu machen. Er suchte nur jemand der ihn einlädt, ohne mit Eifersucht auf seine geplanten sexuellen Abenteuer zu reagieren. Erleichtert nahm ich das zu Kenntnis. Überhörte aber den appellativen Unterton. Wir waren beide müde und schliefen wie Steine ein.
Am nächsten Morgen bin ich ziemlich erschlagen aufgewacht, als sich Chen die Achseln puderte. Er hatte ja jetzt seinen Termin und wollte sich melden, wenn er fertig sei. Er ging und verließ, vom Bett abgesehen, keine Spuren.
Gemeldet hat sich Chen nicht mehr. So hatte ich die James-Bond-Insel bei Phuket ganz für mich allein.
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siehe auch Bericht: Online-Dating in Thailand?
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