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Mein erstes Mal in der Gogo-Bar
 | | Typische Gogo-Bar-Szene: Welches Burschel hätten's denn gern? | In Pattayas "Butt's Bar" gibt es nicht nur Jack-Off-Shows - man kann die Jungs auch ins Hotel mitnehmen.
Von Carsten Weidemann
Wir mussten uns zuerst einmal Mut antrinken: Mein Freund Jürgen und ich waren noch nie in einer schwulen Gogo-Bar - und hier in Pattaya gibt es davon dutzende. Im Sunee Plaza reiht sich ein Laden an den anderen, und an fast jedem Eingang fordern uns schnuckelige Thai-Boys auf, doch zu ihnen zu kommen. Wir entscheiden uns für das Etablissement mit dem schönsten Namen: die "Butt's Bar" (Arschbar).
Schummeriges Licht und rote Sofas - die Klischees stimmen schon mal. Um 22 Uhr ist hier allerdings noch recht wenig los. Einer der wenigen Gäste ist Cliff, der amerikanische Besitzer unseres Hotels, der scheinbar die Abwesenheit seines thailändischen Partners ausnützen will. Wir setzen uns neben ihn gleich vor die Bühne - die Show beginnt.
Ein nackter Junge nach dem anderen zeigt zu rhythmischer Musik seine Talente: Das ist teils erotisch (zwei Schnuckel schlecken sich gegenseitig ab), meistens aber lustig (ein muskulöser Bursche balanciert textillos einen Hula-Hoop-Reifen). Bei einem Act drücke ich entsetzt die Arschbacken zusammen: Da zieht sich auf der Bühne ein Typ täuschend echt aussehende Rasierklingen aus dem Hintern.
 | | Die Künstler: Mal mehr, mal weniger talentiert... | Nach jeder Nummer wandern die "Künstler" mit einer Sammelbüchse durchs Publikum, mit einem 20-Baht-Schein (40 Cent) pro Tisch geben sie sich zufrieden. Zum Abschluss der Show kommen alle Jungs schließlich gemeinsam auf die kleine Bühne und starten einen Wichswettbewerb. Das Beste: Immer wenn endlich mal jemand gekommen ist, stürmt eine Transe mit dem Schrubber auf die Bühne, um den Klecks auf dem Boden wegzuwischen.
Von Cliff erfahren wir, dass die Jungs nach ihrem Job noch nicht schlafen gehen, sondern gegen ein "Trinkgeld" von 500 bis 1.000 Baht (10-20 Euro) auch gerne mit ins Hotel kommen. Da der Rasierklingen-Typ inzwischen den Inhalt von Cliffs Unterhose ausgepackt hat, schauen auch Jürgen und ich uns um - die Auswahl an Schnuckel macht die Entscheidung nicht leicht. Ich suche mir dann das Muskelpaket Pat aus und Jürgen wird weich, als ihm einer sanft aber bestimmt mit der Hand über die Hose streift. Die Kontaktaufnahme ist sehr einfach, eine Handbewegung genügt.
30 Minuten später sitzen wir küssend zu viert im Songtaew-Taxi. Im Hotel ist alles verwaist - gut so. Wir gehen zusammen auf das Dach, bei dem man die ganze Umgebung überschauen kann. Nach einem halben Glas Thai-Whiskey fangen beide Jungs an, bei uns herumzuspielen. Die haben es scheinbar recht eilig, zur Sache zu kommen. Jürgens Bursche zieht ihn zum Liegestuhl, auf dem die beiden schnell die letzten verbliebenen Hemmungen fallen lassen.
 | | Nach dem Auftritt ist der Job noch nicht erledigt | Da fällt mir der Whirlpool ein. Pat und ich haben Glück: Noch immer keine Menschenseele zu sehen. Wir tasten und ausführlich ab und nachdem ich meine Zunge aus seinem Rachen genommen habe, frage ich ihn, ob er mich so richtig rannehmen will. Er ist etwa überrascht, das geht wohl meist andersrum. Dann stülpt er sich aber schnell das Kondom über - und hat mir eindrucksvoll gezeigt, für was ein Whirlpool noch gut sein kann.
Als wir fertig sind, gebe ich ihm seine wohl verdienten 1.000 Baht. Ich kann mit Jürgen, der inzwischen auch auf dem Liegestuhl fertig beglückt wurde, bei ein paar Gläschen Thai-Whiskey noch den Sommerabend auf dem Hoteldach genießen.
Die Bezahlung stellt sich aber komplizierter als erwartet heraus: Jürgens Bursche verlangt plötzlich happige 3.000 Baht. Mein Freund entgegnet, natürlich freundlich lächelnd, dass das leider nicht drin ist, und damit ist die Sache gut. Pat sehen wir sogar wieder: Um fünf Uhr morgen stolpert er völlig betrunken ins Hotel, um nach etwas Geld "für eine Unterkunft" zu fragen. Vor der Tür wartet ein anderer Junge auf dem Motorrad auf ihn - scheinbar wollen die noch einen draufmachen...
So nett die Whirlpool-Aktion auch war: Ich gebe ihm zu verstehen, dass seine Leistung bereits vergütet wurde. Wenn er nicht völlig blau wäre, könnte er natürlich noch etwas bleiben...
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