Iron Lady
 | | Nicht immer Angst vorm Ball. Die ''Iron Ladies'' werden Landesmeister | Diesen Film muss man gesehen haben: Die deutsche DVD von Thailands Gay-Klassiker gibt’s jetzt bei Amazon zum Ausleihen - oder auf Englisch hier zu bestellen
Von Carsten Weidemann
Mon ist ein phantastischer Volleyballspieler, doch weil er schwul ist, nimmt ihn keine Mannschaft auf. Jung, sein bester Freund, hat dieselben Erfahrungen machen müssen, lässt sich die Freude am Sport aber nicht nehmen. Ihre Chance ist gekommen, als die Provinzregierung die toughe Lesbe Bee zur neuen Cheftrainerin bestellt.
Bee veranstaltet Testspiele, doch nachdem sie Mon und Jung aufgestellt hat, treten etliche Spieler aus Protest zurück. Bee lässt sich nicht einschüchtern und bittet kurzerhand die beiden, weitere Spieler aufzutreiben.
 | | Abgebrochene Fingernägel und Liebeskummer halten das Team auf Trab | Und so entscheiden sich Mon und Jung für Nong, einen schwulen Feldwebel, für Pia, den transsexuellen Star einer Kabarett-Show, und ihren Liebhaber Chat. Wit, der einzige Sohn thailändisch-chinesischer Eltern, die nicht einmal ahnen, dass ihr Sohn sich zu Männern hingezogen fühlt, ist der Letzte im Bunde. Das Team der "Iron Ladies" ist geboren.
Trotz abgebrochener Fingernägel, Liebeskummer und verlaufener Schminke zeigt die queere Mannschaft auf dem Spielfeld, dass einiges in ihr steckt. Nachdem sie sich in den Vorrunden bestens bewährt hat, beginnt das Training für den begehrten Landestitel. Der Spott und die Sticheleien, die dem Team allenthalben entgegenschlagen, erweisen sich als harte Herausforderung sowohl für die Spieler als auch für Trainerin Bee. Doch dann bricht der Tag des Endspiels an...
Die temporeiche, charmante Komödie "Iron Ladies" war der absolute Knaller auf den internationalen Festivals, sie spielte sich in die Herzen der Zuschauer und heimste zahlreiche Preise ein (unter anderem den Leserinnenpreis des Magazins "Siegessäule" und ein Special Mention der Berlinale-Teddy-Jury 2001). In Thailand war "Iron Ladies" sogar der kommerziell zweiterfolgreichste Film des Landes.
Die Vorlage für den Film lieferte übrigens das reale Leben: Die Komödie orientiert sich an dem fulminanten Sieg eines schwulen Volleyballteams bei den thailändischen Meisterschaften 1996.
Iron Ladies (Sa Tree Lex), Thailand 2001, Regie: Yongyooth Thongkonthu, Darsteller: Jesdaporn Pholdee, Sahaparp Virakamintr, Ekachai Buranapanich, Jojo Mioxshi, Chaichan Nimpoolsawasdi, Kokkorn Benjatikul, Länge: 104 min
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Die Fortsetzung: DVD-Kritik zu "Iron Ladies 2"
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