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  Filmtipps > 11. August 2005
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I'm Lady

Die neue Wohnung in Bangkok: Erstmal ist Dekorieren angesagt
Vier Ladyboys wollen Cheerleader werden. Tragikomisches Gay-Movie jetzt auf DVD bei gay-thailand.de erhältlich

Von Micha Müller

Sportkomödien haben Konjunktur in Thailand. "Iron Ladies" war ein internationaler Kassenschlager und zog eine Fortsetzung sowie ähnlich gelagerte Streifen nach sich. "I’m Lady" aus dem Jahr 2003 schwimmt im gleichen Fahrwasser und lebt ebenfalls von dem gerne verwendeten Sujet der Underdogs, die es sich und den vermeintlich "Besseren" beweisen.

Alles beginnt mit Toeys Geburtstagsfeier, die gleichzeitig zur Verabschiedung von seinem Bruder Som, Kumpel Mod und zwei weiteren Freunden wird. Die vier Ladyboys haben sich für ein College in Bangkok angemeldet und lassen es am letzten Abend vor der Abreise noch einmal richtig krachen. Toey war einstmals Cheerleader in einem Team in der Hauptstadt, wurde aber durch eine Intrige aus dem Team verstoßen.

Zwischen College und Cheerleading bleibt Zeit fürs Auffummeln
Nachdem die vier Jungs in Bangkok angekommen sind, hübschen sie erst einmal ihre neue Behausung auf, und mit allerlei Federboas, schrillen Tapeten und Glitter überall lässt es sich gleich viel besser leben. Im College erfahren die vier, dass es Pflicht ist, an einem Sportkurs teilzunehmen - und so entscheiden sie sich für das Cheerleading. Doch die Trainerin hasst Schwule und wirft die Jungs, nachdem sie sie erst mit einem harten Training schikaniert hat, wieder aus dem Team. Die Homohasserin entpuppt sich schließlich auch als Initiatorin der Intrige, die damals dazu geführt hatte, dass Toey aus dem Team geworfen wurde.

Nach einigen Turbulenzen beschließen die vier Ladyboys, ein eigenes Cheerleadingteam auf die Beine zu stellen und es den anderen anlässlich eines nationalen Cheerleading-Wettbewerbs so richtig zu zeigen. Gleichzeitig wollen sie sich an der intriganten Team-Chefin rächen...

"I’m Lady" ist ein witziger Film, aber vielleicht hat Regisseur Poj Arnon doch zuviel bei anderen Storys abgekupfert, alles hat man anderswo schon gesehen. Die Idee mit dem queeren Sportteam ist, wie schon eingangs erwähnt, nicht neu, und der Film schneidet zu viele Themen an, ohne sie dann ansprechend aufzulösen. Es gibt, wie in den meisten Filmen dieser Art, den Schwulenhasser, hier in Form des homophoben Bruders einer der Cheerleader, der schließlich aus heiterem Himmel bekehrt wird. Mod verliebt sich in einen Sportler, doch die Episode wird nie befriedigend aufgelöst. Som wird sein Drogenmissbrauch beinahe zum Verhängnis, und auch diese Problematik wirkt ein wenig krampfhaft in die Handlung integriert. Wie der Film ausgeht, kann man sich leicht denken, aber bis es zum Finale kommt, muss der Zuschauer manche Länge und auch einige eher peinliche Gags über sich ergehen lassen.

"I’m Lady" lohnt sich dennoch anzuschauen. Vor allem für diejenigen, die "Iron Ladys" und ähnliche Filme nicht kennen, die jede schrille Gay-Komödie aus Thailand unbedingt gesehen haben müssen oder ihre Thai-Filmsammlung komplettieren wollen. Und natürlich für alle, die ein Faible für kreischende Ladyboys haben…

Die in Thailand erschienene Original-DVD "I’m Lady" kann zum Preis von 12,90 Euro (inklusive Versandkosten) auf gay-thailand.de bestellt werden (Hersteller: Mangpong Film, Sprache: Thai mit englischen Untertiteln, 97 Minuten). Bitte beachten, dass zum Abspielen der DVD ein sog. Code-free-Player bzw. ein DVD-Laufwerk, dessen Ländercode sich umschalten lässt, benötigt wird.

Die DVD
"I'm Lady" für 12,90 Euro
(inkl. Verpackung und Versand)
sicher und schnell
bei gay-thailand.de bestellen


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