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  Buchtipps > 19. Mai 2005
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Rough Guide Thailand

Er hilft in jeder Lebenslage: Der englischsprachige Rough Guide ist einer der besten Thailand-Führer.

Von Dennis Klein

Reiseführer bieten oft nur einen flüchtigen Blick auf eine Region, über den die Einheimischen nur lachen können. So empfehlen so manche US-Guides als Top-Ziele Deutschlands Heidelberg, Neuschwanstein und den Obersalzberg (Hitlers ehemaliger Wohnsitz). Deutsche Führer über "exotische" Ziele sind meist nicht viel besser. Im englischsprachigen Raum haben sich aber seit längerem Guides wie "Lonely Planet" und "Let’s Go" durchgesetzt, die wie Zeitungen in regelmäßigen Abständen auf den neusten Stand gebracht werden und nicht nur die Heidelbergs dieser Welt im Blick haben. Einer der besten dieser Reiseführer für Thailand ist der "Rough Guide", der derzeit in der Fassung vom Oktober 2004 erhältlich ist.

"Rough Guide" startete 1982 in England als Reiseführer für Backpacker - daher der Name. Inzwischen hat sich die Reihe aber zum Universal-Guide gemausert: Von der Jugendherberge zum Hilton-Hotel und vom Suppen-Stand zum edlen Sushi-Restaurant wird alles Erwähnenswerte kurz notiert - und das im Falle Thailand in kleiner Schrift auf rund 900 Seiten (inklusive einer handvoll Farbbilder und vieler Straßenpläne). Hunderte Researcher schwärmen dafür jedes Jahr aus, um sich in allen Teilen der Welt umzuschauen und selbst kleine Details niederzuschreiben ("Hier sind die Tuk-Tuk-Fahrer besonders unehrlich").

Hintergründe über so manche seltsame Kuriosität werden ebenso erklärt wie eher unbekannte Ziele. Das Buch bietet beispielsweise allein zehn Seiten für die kleine Insel Ko Samed, 60 Kilometer südlich von Pattaya, die eher bei Einheimischen beliebt ist. Jeder einzelne Strand wird ausführlich beleuchtet - und wohlweislich rät das Buch, auf das Mieten von Motorräder für 100 Baht (2 Euro) auf der Insel zu verzichten - europäische Touristen ohne Erfahrung liegen dort regelmäßig im Graben.

Auf über 100 Seiten informiert das Buch in kurzen Sätzen über die Sehenswürdigkeiten der Mega-Stadt Bangkok. Wer sich nur in Thailands Metropole aufhält, kann auch auf den "Rough Guide Bangkok" zurückgreifen, in dem die Highlights auf über 250 Seiten dargelegt werden.

Auch Homo-Ziele werden ausführlich erläutert und Tipps für schwule Touristen gegeben. Allerdings verzichtet der Führer (trotz seiner Offenheit jedem Klientel gegenüber) darauf, Gogo-Bars oder Orte für gepflegten Sex-Tourismus aufzuzählen - und das sowohl für den Hetero- als auch den Homo-Bereich. Aber auch hier kein Problem, man kann dafür ja auf den Guide von gay-thailand.de zurückgreifen.

Einziger Nachteil: Der "Rough Guide Thailand" ist nur auf Englisch erschienen. Allerdings ist Grammatik und Wortwahl recht einfach gehalten; jeder, der einmal Englisch in der Schule hatte oder sich mit dem Bangkoker Taxi-Fahrer in dieser Sprache herumschlagen musste, wird kein Problem haben, den Anglo-Führer zu verstehen.

Paul Gray, Lucy Ridout, The Rough Guide To Thailand, Verlag Rough Guides 2004, 896 Seiten, 15,99 £ (GB)
Paul Gray, Lucy Ridout, The Rough Guide To Bangkok, Verlag Rough Guides 2004, 256 Seiten, 9,99 £ (GB)

Die Preise für die "Rough Guides" schwanken in Deutschland mit dem Dollar- oder Pfund-Wechselkurs. Der Thailand-Führer kostet derzeit 22,50 € bei Amazon.de (buch.de: 24,63 €), der Bangkok-Führer ist dort für 15,50 € (buch.de: 16,95 €) zu haben. Die Lieferzeit kann bis zu zwei Wochen betragen.

Mehr Infos zum "Rough Guide Thailand" und Bestellmöglichkeit bei Amazon.de
Mehr Infos zum "Rough Guide Bangkok" und Bestellmöglichkeit bei Amazon.de
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