Aktbild-Affäre um Thai-Boxer
 | | So lassen die thailändischen Zensoren das Bild gerade noch durchgehen. | Ein Gericht hat einen Profi-Boxer verurteilt, weil dessen Nacktaufnahmen in einem Magazin aufgetaucht sind.
Von Dennis Klein
Er gilt als einer der populärsten Sportler Thailands - insbesondere unter Schwulen. Jetzt musste sich der 28-jährige Boxer Sirimongkol Singwancha vor Gericht verantworten, da das Magazin "Heat" Nacktfotos von ihm publiziert hatte. Sirimongkol ist zu einer Geldstrafe von 4.000 Baht (80 Euro) verurteilt worden. Eine Haftstrafe von sechs Monaten ist zwei Jahre lang zur Bewährung ausgesetzt worden. Für das Foto-Shooting hatte Sirimongkol ungefähr 200.000 Baht (4.500 Euro) erhalten.
Ende Juli hatte die Polizei die neueste Ausgabe von "Heat" bei Kiosken beschlagnahmt, nachdem sie Hinweise erhalten hat, dass dort Pornografie verkauft werde. Die Aktion fand statt, obwohl das Magazin nur eingeschweißt verkauft wurde.
Sirimongkol sagte, er hätte nicht erwartet, dass die Bilder gedruckt werden würden. Die Redakteure hätten ihn nur gefragt, ob sie diese "zum Spaß und privaten Anschauen" machen könnten. "Ich bereue die Sache und möchte mich bei allen entschuldigen", so der Boxer laut fridae.com. "Es war eine harte Zeit für mich. Ich hab sogar Schlafstörungen gehabt."
Sopon Petsawang, ein Abgeordneter der regierenden "Thai Rak Thai"-Partei, zeigte sich schockiert vom Abdruck der Nacktaufnahmen. Er sagte, er habe geglaubt, nur "Transvestiten und Transsexuelle" lesen derlei Magazine, sei jetzt aber traurig, dass auch immer mehr geschiedene oder ältere Frauen zur Pornografie greifen würden.
Gegenwärtig geht die thailändische Regierung verstärkt gegen "Obszönität" vor. So wurden in den letzten Wochen mehrere inländische Websites geschlossen, weil sie gegen das Pornografie-Verbot verstoßen hätten.
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